Spurensuche in Majdanek – eine Einführung


Das deutsche Konzentrations- und Vernichtungslager Majdanek, von den Nationalsozialisten offiziell KL Lublin genannt und während der nationalsozialistischen Besatzung ca. 5 Km vom Stadtrand Lublins entfernt, wurde am 20. Juli 1941 eingerichtet und war vorgesehen als Arbeitskräftereservoir für die Umsetzung der deutschen Siedlungs-, Germanisierungs- und Wirtschaftspläne in der Region. Es war u.a. Kriegsgefangenenlager, Straflager, Zwangsarbeitslager und Ort der systematischen Vernichtung, v.a. von Juden.

Aufgelöst wurde das Lager von den Nationalsozialisten bereits im Juli 1944, weil die Rote Armee im Vormarsch war. Auf dem Gelände des ehemaligen deutschen Lagers wurde im Oktober 1944 die weltweit erste KZ-Gedenkstätte errichtet.

Seit 1995 besteht ein Kontakt zwischen der Gedenkstätte und den Fr.-v.Bodelschwingh-Schulen, ein erstes Geschichtspraktikum von Schülerinnen und Schülern unserer Schule fand im März 1996 statt. Dieses Praktikum ist inzwischen fester Bestandteil des Leitfachs Geschichte und des zugeordneten Projektkurses.

In diesem Jahr reiste der Leitfachkurs Geschichte der Q1 im März nach Polen, um sich auf dem Gelände des ehemaligen Lagers, an historischen Orten in Lublin, in den verschiedenen Ausstellungen sowie im Archiv und der Bibliothek der Gedenkstätte auf eine historische Spurensuche zu begeben. Der Kurs bereiste zudem die Städte Warschau und Krakau. Dabei besuchte die Gruppe die Gedenkstätten Auschwitz-Birkenau; einen weiteren Schwerpunkt der Arbeit bildete die Geschichte der Juden in Polen.

Nicht nur das historische Geschehen steht im Mittelpunkt des Praktikums, sondern auch die Präsentation von Geschichte. Die Schule ist deshalb dankbar für die Möglichkeit der Präsentation der Projektergebnisse in der Synagoge „Beit Tikwa“.

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